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WordPress cache mit redis und uberspace

Posted on 24. Oktober 2014 Comments

Redis ist eine In-Memory Key-Value Datenbank. Das heißt, dass die Daten im Arbeitsspeicher gehalten werden und deswegen besonders schnell verfügbar sind. Dafür sind sie aber auch nicht persistent gespeichert, d.h. bei einem Neustart sind die Daten weg. Das ist aber im Grunde perfekt für einen Cache Speicher.

WordPress ist ja nicht gerade für seine Schnelligkeit bekannt und so gibt es diverse Plugins zum besseren Cachen. Seine eigene Seite kann man z.B. bei Google Page Speed testen. Jedes Mal wenn eine Seite abgerufen wird, muss PHP Daten aus der Datenbank holen und eine Seite generieren. Je nach Hoster, Anbindung etc kann das ganz schön lange dauern.

Die Idee für diesen Post ist Daten, die sich ohnehin nicht so häufig ändern, in einer Redis Datenbank vorzuhalten und statt jedes Mal eine Seite generieren zu lassen einfach diese Daten aus dem Redis Cache abzufragen. Dazu braucht man aber eine Verbindung zwischen PHP und Redis und überhaupt die Möglickeit Redis auf demselben Webserver zu installieren auf dem auch WordPress liegt. Leider bieten das nicht allzu viele Anbieter, mein Anbieter Uberspace jedoch schon. PHP kann über die Bibliotheken Predis oder  PHPRedis auf Redis Server zugreifen.

Das Plugin wp-redis-cache übernimmt jegliche Arbeit. Zum Installieren muss man einfach nur der Anleitung folgen. Die IP seines eigenen Webservers bekommt man z.B. über Ping. Bei Uberspace läuft Redis nicht über TCP sondern über einen Socket. Dieser befindet sich im Home-Verzeichnis ~/.redis/sock.

Als Erstes muss man auf seinem Uberspace Redis installieren:

$ test -d ~/service || uberspace-setup-svscan
$ uberspace-setup-redis

Wenn man statt dem mitgelieferten Predis 5.2 lieber PHPRedis benutzen möchte kann man dies folgendermaßen installieren:

$ uberspace-install-pecl redis

Mit meinem Patch für wp-redis-cache kann man nun auch Sockets mit Predis nutzen.
Wichtig ist nun noch die Variable $redis_server auf folgenden Wert zu setzen.

/home/username/.redis/sock

Die Abkürzung ~/.redis funktioniert hier nicht.

Solange die Variable $debug noch auf true steht, kann man beim Aufruf der Website im Quelltext die gemessene Zeit bis zur Ausgabe sehen. Diese sollte deutlich unter vorherigen Werten liegen.

Im WordPress Backend kann man unter Einstellungen/Wp Redis Cache noch eine maximale Zeit (in Sekunden) angeben, in denen der Cache geleert und neu befüllt wird, um ggf. Änderungen anzuzeigen. Zum Testen kann man aber auch einen $secret_key in der index-wp-redis.php festlegen und seinen Blog so aufrufen: http://blog-url.tld/?refresh=refreshpasswort
Oder man startet einfach Redis neu:

$ svc -du ~/service/redis

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MySQL Server absichern

Posted on 7. März 2012 Comments

Was bei einem Webhoster der Admin automatisch übernimmt, muss man bei einer Installation z.B. auf dem eigenen Homeserver selbst machen. Ich gehe hier von einem über Paketquellen installierten MySQL Server der Version 5.0.57 auf einem Apache der Version 2.2.10 unter SuSE Linux Enterprise Server(SLES) aus. Wer einigermaßen englisch spricht dem ist auch Kapitel 2.18.2. Securing the Initial MySQL Accounts der offiziellen MySQL Dokumentation empfohlen. Bevor man startet natürlich den MySQL Server starten.

Als allererstes sollte man Passwörter setzen, dazu loggt man sich ein:

mysql -u root

Dann bekommt man so eine shell:

 mysql>

Der Befehl um sich die Benutzer anzugucken ist:

SELECT User,Host,Password FROM mysql.user

Der beliebte SELECT * Befehl ist hier nicht zu empfehlen, da mysql.user wie man schön an

describe mysql.user;

merkt, 37 Spalten hat und somit auf den meisten Bildschirm die Konsole sprengt;-)
Hier sollte jetzt eigentlich nur der root-Benutzer(der alles kann) auftauchen und evtl. einige anonyme Accounts. Die bekommt man mit folgendem Befehl gelöscht:

DELETE FROM mysql.user WHERE User='' AND Password=''

Sollte man einen User hinzugefügt haben kann(Empfohlen! Nie den root User für Anwendungen nehmen), man mit folgendem Befehl die Rechte feststellen.

SHOW GRANTS FOR 'user'@'localhost'

Alternativ gehen die folgenden Befehle:

SELECT User,Select_priv,Insert_priv,Update_priv,Delete_priv FROM mysql.user;

Die entsprechenden Rechte aus DDL, DCL und DML kann man dem oben genannten describe Befehl entnehmen. Der User hatte bei mir standardmässig Rechte um von jedem Host aus zu verbinden. Dies wird durch den Wildcard % vermerkt, der sich bei in der Host Spalte vom User befindet. Möchte man die üblichen Web-Applikationen auf dem Server laufen lassen, z.B. CMS wie WordPress für Blogs oder Drupal für Websites, braucht man keine Verbindung von außerhalb sondern nur von localhost(dort liegen die PHP-Dateien von denen die Abfragen kommen, der User kann auf dem ganzen Internet zugreifen, bzw. das ist Sache des Apaches)

DELETE FROM mysql.user WHERE Host='%';

Jetzt kann es sein, dass der User oder auch root nur für einige Hosts ein Passwort hat. Deswegen sollte man für alle Hosts den folgenden Befehl ausführen:

 SET PASSWORD FOR 'root'@'HOST' = PASSWORD('newpwd');

Wenn man Initialisierungsanleitungen gefolgt ist hat man eventuell eine Datebank namens test. Dies lässt sich ganz einfach feststellen:

SHOW DATABASES;

Mit diesem drop-Befehl löscht man diese unnötige Datenbank:

DROP DATABASE test;

Daneben gibts es noch die eben benutze mysql und die information_schema Datenbank, die man nicht löschen sollte.

Ein weiterer Tweak ist, den Benutzernamen von root zu ändern, um automatisierten brute-force Attacken auf das root Passwort aus dem Weg zu gehen:

UPDATE mysql.user SET User='myNameForRoot' WHERE User='root';

Zum Reload der ganzen Berechtigungen, z.B. nach Anlegen eines neuen Users muss man mit folgendem Befehl die Rechte neu einlesen

FLUSH PRIVILEGES;

Ausserdem gibt es noch die Möglichkeit mysqld in einer chroot Umgebung laufen zu lassen, dazu vielleicht später mehr.
Quellen

  • www.pantz.org/software/mysql/mysqlcommands.html
  • http://dev.mysql.com/doc/refman/5.1/de/delete.html
  • http://dev.mysql.com/doc/refman/4.1/en/adding-users.html
  • http://dev.mysql.com/doc/refman/5.0/en/default-privileges.html

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Standarddrucker abhaengig vom Standort setzen

Posted on 24. Februar 2012 Comments

Auf der Arbeit sind die PCs fortlaufend beschriftet und die letzten 3 Zeichen ist der Raum, also z.B. PC22-123 ist der 22. PC in Raum 123. Die Räume sind dabei IMMER dreistellig, d.h. in Raum 42 wäre der Raum 042. Natürlich könnte man auch über z.B. eine MySQL Datenbank eine Zugehörigkeit abfragen. Eine Abfrage könnte dann so aussehen(mehr oder minder Pseudo-Code):

SELECT RaumNr FROM Computer WHERE IP=$ip OR MAC = $mac;

Mit einem kleinen Perlskript im Autostart bekommt man seinen gewünschten Drucker anhand des Hostnames. Die entsprechende Perl Library für MySQL heisst Mysql(->use Mysql).

use Sys::Hostname;
$host = hostname;
chomp($host);
$raumnr=substr($host,length($host)-3,length($host)-1);
print "Host: " . $host . "\n";
print "RaumNr: " . $raumnr . "\n";

if ($raumnr == 123) {
  system('rundll32 printui.dll,PrintUIEntry /y /n "Drucker_Raum_123"');
}
elsif (...)
else {
   print "Computername nicht im richtigen Format";
}

Den Hostname bekommt man vom System über sys::hostname. chomp() entfernt eventuelle newline characters. Mittels substr() bekommt man einen Teilstring zurück, der von der Länge-3 bis Länge -1 geht, also genau die letzten 3 Buchstaben bzw. Zahlen. Hier hat man dann die Raumnummer. Anhand derer wird mit der rundll ein Standarddrucker gesetzt(/y) der in Anführungszeichen hinter /n steht. Damit sich die Anführungszeichen nicht in die Quere kommen, nimmt man für den system() Befehl die einstelligen Hochkommata.

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