DivX-Player’s temporäre Dateien / kino.to illegal?

Posted on 29. März 2009 Comments

Wer sich wundert, dass ein Stream, den er mit DivX-Player online(Plugin -> Link) guckt, immer an derselben Stelle aufhört, sollte vll mal seinen Festplatten Speicherplatz auf C:\ checken. Gespeichert werden die Videos nämlich nicht unter dem Cache vom Browser sondern in Eigene Dateien\Eigene Videos\DivX Movies\Temporary Downloaded Files.

Sollte man den Stream abbrechen, bleibt die Datei auch dort. Zu wenig Speicherplatz auf C:\ kann zu Problemen mit dem System führen. Datenträgerbereinigung nützt da auch nichts. Einfach direkt die Datei(en) in C:\Dokumente und Einstellungen\Username\Eigene Dateien\Eigene Videos\DivX Movies\Temporary Downloaded Files löschen.

Ich hab meine Eigenen Dateien auf einer 2ten Partition mit mehr Platz, umgehe also das Problem somit. Ändern kann man das mit einem Rechtsklick auf Eigene Dateien/Ziel.

Wie schon gesagt, andere Streams(youtube/myvideo etc) werden im Cache des Browsers gespeichert. Wer den standardmässig nicht löscht, kann bei Firefox unter Extras/Einstellungen und dann Datenschutz ausgewählte Sachen löschen, u.a. auch Cookies etc.

Meine Meinung(bin kein Jurist;)): Dass es nun illegal sein soll urheberrechtlich geschütztes Material z.B. per kino.to anzugucken, ist in dem Fall wie ich finde etwas klarer, weil der Stream in den Eigenen Dateien gespeichert bleibt, wenn man z.B. den Stream abbricht(update: ist der Bug inzwischen behoben?) Damit ist es keine öffentliche Vorführung(so wie im Kino oder Stadtpark, die allerdings das Recht dazu haben) sondern eine Kopie, wenn auch vielleicht unbeabsichtigt. Abgesehen davon ist es wohl auch so illegal, da das Copyright ja nicht dadurch verfällt, dass es nur temporär auf der Festplatte ist.
Es ist davon auszugehen, dass der Vorführer natürlich nicht die Rechte dazu besitzt, einen neuen oder alten Kinofilm/Serie im Internet zu streamen. Die Verantwortung dafür liegt natürlich bei ihm und nicht beim Konsumenten. Denke mal es liegt auch ein bisschen daran, wie der Richter das auslegt, ob er nun sagt, dass es eine Vorführung des Filmes war(bei vielen DVDs bzw. dann auch DVD-Rips steht, dass öffentliches Vorführen verboten ist, aber nicht das Problem des Konsumenten) oder ein Download bzw. eine „Vervielfältigung“, weil der User sich die Datei ja auf seinen Rechner kopiert hat, temporär oder nicht. Nur kann man serverseitig meines Wissens nicht feststellen, ob die Datei nur angesehen wurde(also temp. im Cache) oder runtergeladen wurde(nicht temporär). Eine andere Meinung zu dem Thema gibt es hier. Dort wird auch gesagt, dass, wenn die Daten über den Provider-Proxy gehen, diese ja auch mehr oder weniger temporär eine Kopie davon anfertigen, vll sollte man die mal verklagen:)

Update: Sogar Focus hat einen Artikel dazu gebracht. Das Problem ist, dass die Server in Ländern wie Russland und VAE (update: Seychellen) stehen und die Domain im Königreich Tonga registriert ist, welches sich einen Scheiss darum kümmert und über die Besitzer absolut keine Auskunft gibt. Insofern ist es nicht direkt illegal, weil man immer die Gesetze des Staates anwendet, in dem der Server steht und in Russland/VAE/Seychellen/Tonga ist es offensichtlich nicht illegal bzw. völlig egal und somit schwer an irgendwelche Daten ranzukommen um die eigentlichen Hintermänner zu erwischen. Selbst die Leute/Firmen, die dort Werbung schalten(so wird das alles finanziert), geben absolut keine Auskunft. Die verdienen einfach zu gut daran;) Was ich weiter oben geschrieben habe, also die temporären Daten (un-)absichtlich zu speichern, bleibt weiterhin illegal. Das ganze ist aber eine Grauzone, so dass man bisher nichts 100% Eindeutiges sagen kann.

//update: kino.to ist offline, die mutmaßlichen Betreiber festgenommen. Die Server standen zwischenzeitlich auf den Seychellen, die Betreiber haben aber teilweise auch in Deutschland(s.o. Rechtslage des Landes, in dem der Server steht) wohl Streaming Hoster betrieben und angeblich 2-stellige Millionenbeträge damit verdient. Ich habe hier mal eine Liste mit Alternativen zu kino.to aufgeschrieben. Genaugenommen war ja kino.to direkt nicht illegal, weil man für die Links nicht haftbar werden kann. kino.to hat ja auch immer wieder betont, dass sie keine Inhalte hosten. Anscheinend steckten aber dieselbe Leute hinter den Streaming Hostern, also anderen Domains.

update: Google Adsense hat mein Konto deaktiviert, weil ich auf kino.to gelinkt hatte. Ich hab den Artikel mal deaktiviert und werde dann entweder irgendwann mal Adsense abmelden oder eben diese Seite komplett löschen.

 

//update: Diese beiden Artikel spiegeln lediglich meine Meinung wider, siehe Haftungsausschluß und Erklärung zu Hyperlinks

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Pings

  1. Alternativen zu kino.to | repats blog

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